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<title>Rad</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rad</span></h1>
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<p>Das <b>Rad</b> ist ein kreisrunder, im einfachsten Fall <a href="Scheibe" title="Scheibe">scheibenförmiger</a> Teil einer Maschine zur Kraftübertragung, der um eine Achse, die <a href="Orthogonalit%C3%A4t" title="Orthogonalität">senkrecht</a> auf der idealisierten Kreisebene steht, <a href="Gelenk_(Technik)" title="Gelenk (Technik)">drehbar</a> <a href="Lager_(Maschinenelement)" title="Lager (Maschinenelement)">gelagert</a> ist. Am bekanntesten ist die Verwendung als <a href="Wagen" title="Wagen">Wagenrad</a>. Seine Entwicklung und Verwendung an Karren oder Wagen war ein für die Entwicklung der <a href="Technik" title="Technik">technischen</a> <a href="Kultur" title="Kultur">Kultur</a> in der <a href="Urgeschichte#Erfindungen_nach_der_Eiszeit" title="Urgeschichte">Urgeschichte</a> wichtiges Ereignis.
</p><p>Von wesentlichem Vorteil ist das <a href="Rollen" title="Rollen">Abrollen</a> seines Umfangs auf dem Untergrund. <a href="Reibung#Gleitreibung" title="Reibung">Gleiten</a> findet nur noch in den <a href="Schmierung" title="Schmierung">geschmierten</a> Lagern statt. Der <a href="Rollwiderstand" title="Rollwiderstand">Rollwiderstand</a> auf festem, trockenem Boden und der <a href="Reibung#Gleitreibung" title="Reibung">Gleitwiderstand</a> in den Lagern sind gemeinsam wesentlich kleiner als der Gleitwiderstand bei der Verwendung einer <a href="Stangenschleife" title="Stangenschleife">Stangenschleife</a> oder eines <a href="Schlitten" title="Schlitten">Schlittens</a> zum Transport einer Last über trockenen Boden. Der Materialabrieb ist ebenfalls kleiner als beim Schleifen. Fahrzeuge und Gespanne mit Rädern und <a href="Zugtier" title="Zugtier">Zugtieren</a> wurden zum gut verfügbaren und langlebigen <a href="Verkehrsgeschichte_in_der_Vor-_und_Fr%C3%BChgeschichte" class="mw-redirect" title="Verkehrsgeschichte in der Vor- und Frühgeschichte">Transportmittel der Vor- und Frühgeschichte</a> für Lasten und Personen.
</p><p>Schon während der <a href="Bronzezeit" title="Bronzezeit">Bronzezeit</a> wurde das Rad von der Scheibe zum leichteren Speichenrad weiterentwickelt. Die Speichenform entstand durch Ersatz von Teilen der Scheibe zwischen der <a href="Nabe" title="Nabe">Nabe</a> und dem außenliegenden <a href="Fahrradfelge" title="Fahrradfelge">Radkranz</a> durch druck- bzw. zugfeste, oft speziellere Materialien und eine oft anspruchsvolle Verbindungstechnik.
</p><p>Zu den einfachen <a href="Maschinenelement" title="Maschinenelement">Maschinenelementen</a> zählt das sich nur drehende Rad (zum Beispiel <a href="Handrad" title="Handrad">Handrad</a>, <a href="Lenkrad" title="Lenkrad">Lenkrad</a>). Ein <a href="Fahrzeug" title="Fahrzeug">Fahrzeug</a>-Rad ist heute ein komplexes technisches <a href="Bauteil_(Technik)" title="Bauteil (Technik)">Bauteil</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Räder_mit_Strebenkonstruktion"><span id="R.C3.A4der_mit_Strebenkonstruktion"></span>Räder mit Strebenkonstruktion</h2></div>

<p>Neben Voll- und Speichenrädern sind in der Geschichte des Radbaus auch Bauformen belegt, bei denen die Verbindung zwischen Nabe und Felge durch breite, radial angeordnete Streben erfolgt. Diese Konstruktionen stellen keine geschlossene Radscheibe dar, unterscheiden sich aber ebenso deutlich von klassischen Speichenrädern.
</p><p>Solche Radtypen sind sowohl aus dem eisenzeitlichen Wagenbau bekannt, etwa bei Streitwagen des Typs Mercurago II, als auch aus späteren landwirtschaftlichen Wagenrädern. Die Streben übernehmen dabei konstruktive Funktionen zwischen Druck- und Biegebeanspruchung und bilden eine eigenständige Lösung, die je nach Einsatzbereich und handwerklicher Tradition unterschiedlich ausgeführt wurde.
</p>

<p>Der Prähistoriker Robert Forrer beschrieb 1933 mehrere dieser Räder aus dem Bestand des Bernischen Historischen Museums und wies darauf hin, dass es sich nicht um lineare Vorstufen des Speichenrades handelt, sondern um parallel entwickelte Radkonstruktionen mit eigener technischer Logik.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Historische Beispiele und Rekonstruktionen solcher Radformen werden unter anderem im Museum „Achse, Rad und Wagen“, dem Werksmuseum der BPW Bergische Achsen KG in Wiehl, im Rahmen einer Sammlung zur Kultur- und Technikgeschichte des Wagenbaus gezeigt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p><i>Rad</i> (<a href="Neuhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Neuhochdeutsch">nhd.</a> und <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">ahd.</a>) ist mit <a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <i>rota</i> und dem <a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a>-Wort <i><a href="Ratha" title="Ratha">ratha</a></i>, „Wagen“, <a href="Wortgleichung_(Linguistik)" title="Wortgleichung (Linguistik)">urverwandt</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><b>Erweiterungen mit der Vorsilbe (Präfix) oder Nachsilbe (Suffix) „rad“</b>
</p>
<ul><li><a href="Einrad" title="Einrad">Einrad</a></li>
<li><a href="Dreirad" title="Dreirad">Dreirad</a></li>
<li><a href="Fahrrad" title="Fahrrad">Fahrrad</a> (Zweirad, Niederrad) und seine Vorgänger <a href="Hochrad" title="Hochrad">Hochrad</a> und <a href="Laufrad_(Fahrrad)" title="Laufrad (Fahrrad)">Laufrad</a></li>
<li><a href="Rh%C3%B6nrad" title="Rhönrad">Rhönrad</a> (technisch gesehen eine Rolle, es fehlt die Achse)</li>
<li><a href="Motorrad" title="Motorrad">Motorrad</a></li>
<li>Radlbock – eine einrädrige, hölzerne, 150–200 cm lange Schubkarre, deren zwei leicht nach unten durchgebogene, quer verstrebte Längsholme die tiefliegende Ladefläche bilden. Die Holme dienen hinten als Griffe und lagern vorne die Achse des Holzspeichenrads mit axial langer Holznabe und Eisenreifen. Zwei Abstellstützen etwas vor den Griffenden können als Eisenbügel (gerundetes V) ausgeführt sein. Einen vorderen Anschlag für das Ladegut und damit Schutz vor dem Rad bilden zwei ebenfalls quer verstrebte, leicht nach vorne geneigte Steher, die sich mit Eisenstäben nahe der Radlager abstützen. Zum Transport von voluminösem Gut wie Heu, einem Hackstock, einer Mörteltruhe oder einem Möbelstück.</li>
<li><a href="Raddampfer" title="Raddampfer">Raddampfer</a></li>
<li><a href="Radlader" title="Radlader">Radlader</a></li>
<li><a href="Radpanzer" title="Radpanzer">Radpanzer</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>







<p>Lange galt die <a href="Sumer" title="Sumer">sumerische Kultur</a> als Ursprung. Aktuelle Daten legen eine Jahrhunderte dauernde schrittweise Entwicklung nahe, von der Idee zu den ersten Funden von Wagenrädern nordöstlich des Schwarzen Meeres.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Etwas früher oder gleichzeitig wurde die ebenfalls mit <a href="Gleitlager" title="Gleitlager">Gleitlagern</a> versehene, schnell rotierende <a href="T%C3%B6pferscheibe#Geschichte" title="Töpferscheibe">Töpferscheibe</a> bekannt. Ein Hinweis darauf, dass das Maschinenelement Gleitlager jetzt gut beherrscht wurde, sind Schmierung und geringes <a href="Spiel_(Technik)" title="Spiel (Technik)">Spiel</a>. Im <a href="Pr%C3%A4kolumbisch" title="Präkolumbisch">präkolumbischen</a> <a href="Amerika" title="Amerika">Amerika</a> und in <a href="Australien" title="Australien">Australien</a> war das Rad für Transportmittel allerdings unbekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ältere_Transportgeräte"><span id=".C3.84ltere_Transportger.C3.A4te"></span>Ältere Transportgeräte</h3></div>
<p>Die ersten <a href="Verkehrsmittel" title="Verkehrsmittel">Transportgeräte</a>, mit denen man Lasten zu Lande befördern konnte, ohne sie zu tragen, waren <a href="Schlitten" title="Schlitten">Schlitten</a> und <a href="Stangenschleife" title="Stangenschleife">Stangenschleifen</a>. Bei der Schleife ist allerdings ein Teil der Last und des Konstruktionsgewichtes zu tragen, sie hatte als Vorteil gegenüber anderen Transportmitteln eine gute Geländegängigkeit. Bei der Benutzung von Schlitten und Stangenschleifen war in der Regel ein hoher Gleitwiderstand zu überwinden. Ein Transport auf Rollen bzw. Walzen war nur auf gut vorbereitetem Untergrund und kurzen Strecken möglich. Nachgewiesen ist rollender Transport aus dem bronzezeitlichen <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a>. Nachteilig war, dass die Rollen über die gesamte Strecke ausgelegt oder immer wieder hinten weggenommen und vorn wieder vor den zu befördernden Gegenstand gelegt werden mussten. Aber man konnte vergleichsweise hohe Lasten verlagern, da diese sich auf eine größere Fläche verteilen, als sie in den Gleitlagern des späteren Rades vorliegt. Der Walzentransport wird auch heute noch für spezielle Zwecke wie die Verlagerung von Gebäuden oder Extremlasten über kurze Strecken eingesetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Älteste_Nachweise_des_Rades"><span id=".C3.84lteste_Nachweise_des_Rades"></span>Älteste Nachweise des Rades</h3></div>
<p>Das drehbar befestigte Rad, also „unendlich“ drehbar um eine Achse, konnte mit Steinwerkzeugen angefertigt werden.
</p><p>Die ältesten Hinweise für die Nutzung des Rades zum Transport finden sich in Form von Miniaturrädern aus Ton nordwestlich des Schwarzen Meeres bereits vor 4000 v.&nbsp;Chr. Die Hinweise verdichten sich ab Mitte des 4. Jahrtausends über ganz Europa in Form von Wagenmodellen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Beispiel für einen mittelbaren Hinweis auf Wagenräder gilt eine Ritzzeichnung auf der <a href="Trichterschale_aus_Bronocice" title="Trichterschale aus Bronocice">Trichterschale aus Bronocice</a>, einem Gefäß der <a href="Trichterbecherkultur" title="Trichterbecherkultur">Trichterbecherkultur</a>, das in der Nähe von <a href="Pi%C5%84cz%C3%B3w" title="Pińczów">Pinczów</a> (<a href="Polen" title="Polen">Polen</a>) gefunden wurde und nach aktuellem Wissensstand die älteste Darstellung eines Wagenrads ist.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als weiterer indirekter Nachweis gilt eine Fahrspur aus der Mitte des 4. Jahrtausends v.&nbsp;Chr. in einem Hünenbett bei <a href="Flintbek" title="Flintbek">Flintbek</a> (Kreis Rendsburg-Eckernförde).<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Erste unmittelbare Funde von Karren, Rädern, Wagen oder deren Modellen gibt es aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends v.&nbsp;Chr. in Europa, z.&nbsp;B. im Rahmen der Trichterbecherkultur sowie der <a href="Badener_Kultur" title="Badener Kultur">Badener Kultur</a>, im <a href="Alpenvorland" title="Alpenvorland">Alpenvorland</a>, im nordwestlichen <a href="Kaukasus" title="Kaukasus">Kaukasus</a> (<a href="Kurgankultur" title="Kurgankultur">Maikop-Kultur</a>), sowie in <a href="Mesopotamien" title="Mesopotamien">Mesopotamien</a> und Vorderasien. Dabei handelte es sich um ein- oder mehrteilige Scheibenräder mit Durchmessern zwischen 40 und 80&nbsp;cm, mit fester, loser oder ohne Nabenbuchse oder fester Achse (und quadratischen Achslöchern). Die ältesten Funde waren überwiegend zweiachsige Fahrzeuge. Die Funde stammen entweder aus <a href="Bestattung" title="Bestattung">Beisetzungen</a> in <a href="Wagengrab" title="Wagengrab">Wagengräbern</a> oder sind Moorfunde.
</p><p>Die älteste gut datierte Rad-Achsen-Kombination stammt von Stare Gmajne im <a href="Laibacher_Moor" title="Laibacher Moor">Laibacher Moor</a> bei <a href="Ljubljana" title="Ljubljana">Ljubljana</a> in <a href="Slowenien" title="Slowenien">Slowenien</a>, dessen Rad in die Jahre 3340–3030 <a href="Radiokarbonmethode#Kalibrierung" title="Radiokarbonmethode">cal BC</a>, die Achse auf 3360–3045 cal BC datiert wurden.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein wenig jüngeres Rad wurde im <a href="Federsee" title="Federsee">Federseemoor</a> in <a href="Seekirch" title="Seekirch">Seekirch</a>-Achwiesen gefunden. Es ist rund 5000 Jahre alt und aus zwei Teilen zusammengefügt.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Reste zweier Wagen wurden in Ost-<a href="Georgien" title="Georgien">Georgien</a> unter einem Grabhügel in Ananauri (Region <a href="Kachetien" title="Kachetien">Kachetien</a>) ausgegraben und auf ca. 2400 ± 150 v. Chr. datiert.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wahrscheinlich gehört dieser <a href="Kurgan_(Grabh%C3%BCgel)" title="Kurgan (Grabhügel)">Kurgan</a> einem Anführer aus der letzten Phase der <a href="Kura-Araxes-Kultur" title="Kura-Araxes-Kultur">Kura-Araxes-Kultur</a> an, die deutliche Verbindungen zur <a href="Maikop-Kultur" title="Maikop-Kultur">Maikop-Kultur</a> hat. Genauere Untersuchungen stehen noch aus. Im Grab befanden sich neben Obsidian und Flintstein auch <a href="Bernstein" title="Bernstein">Bernsteinperlen</a>. Dies stützt die These, dass der Wagen lange vor dem Pferd aus dem nördlichen Raum kam und mit der Verbreitung der Kura-Araxes-Kultur den Weg nach Süden nahm.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das älteste vollständige Rad in Großbritannien entdeckten Archäologen in <a href="Must_Farm" title="Must Farm">Must Farm</a>, einem bronzezeitlichen Fundplatz in der Nähe von <a href="Peterborough" title="Peterborough">Peterborough</a>, ein zwischen 1100 und 800 v. Chr. datiertes Rad der Späten Bronzezeit.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die ältesten Funde zum Transport benutzter Räder stammen aus der Region nordöstlich des Schwarzen Meeres, die übrigen Funde legen aber eine jahrhundertelange schrittweise Entwicklung auch mit Verbindungen nach Mesopotamien nahe.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weiterentwicklungen">Weiterentwicklungen</h3></div>
<p>Schon in der <a href="Steinzeit" title="Steinzeit">Steinzeit</a> begann man, das hohe Gewicht der Scheibenräder durch Auskehlungen zu vermindern. Ob die mit symbolträchtigen Mustern ausgekehlten Räder allerdings für den Lastentransport geeignet waren, ist zweifelhaft. Eine <a href="Bronzezeit" title="Bronzezeit">metallzeitliche</a> <a href="Erfindung" title="Erfindung">Erfindung</a> war die <a href="Speiche_(Rad)" title="Speiche (Rad)">Speiche</a>, die um 2000&nbsp;v.&nbsp;Chr. im Orient eingeführt wurde. Mit dem stabilen und leichten Speichenrad baute man so genannte <a href="Streitwagen" title="Streitwagen">Streitwagen</a>, also zweirädrige Fahrzeuge, die eigentlich <a href="Pferdekarren" class="mw-redirect" title="Pferdekarren">Karren</a> heißen müssten. Da Zweirädrigkeit eine gute Methode war, das Gewicht zu vermindern, wurden später auch anspruchsvollere Einachser gebaut. Hatten die ersten Speichenräder bronzene Speichen, so baute man im weiteren Verlauf der Bronzezeit und danach überwiegend hölzerne Speichenräder, an denen nur die auf der Achse reibende Innenfläche der Radnabe und die äußere Lauffläche der Felge mit <a href="Metall" class="mw-redirect" title="Metall">Metall</a> beschlagen war. Metallspeichen wurden erst ab dem 19. Jahrhundert wieder führend, sei es wegen höherer <a href="Nutzlast" title="Nutzlast">Lasten</a> und <a href="Geschwindigkeit" title="Geschwindigkeit">Geschwindigkeiten</a> wie im <a href="Bahn_(Verkehr)" title="Bahn (Verkehr)">Eisenbahnverkehr</a>, sei es, nachdem die Erfindung des Speichensturzes es erlaubte, sehr leichte stabile Räder mit dünnen gespannten <a href="Speiche_(Rad)#Fahrrad" title="Speiche (Rad)">Drahtspeichen</a> zu bauen, wie sie heute vor allem beim <a href="Fahrrad" title="Fahrrad">Fahrrad</a> üblich sind.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Rad_in_der_Neuen_Welt">Das Rad in der Neuen Welt</h3></div>
<p>In <a href="Mesoamerika" title="Mesoamerika">Mesoamerika</a> erfanden die <a href="Maya" title="Maya">Maya</a> das Rad. An <a href="Tempel" title="Tempel">Tempeln</a> ist es auf <a href="Ornament" title="Ornament">Steinornamenten</a> auch als Speichenrad oder <a href="Zahnrad" title="Zahnrad">Zahnrad</a> zu sehen. Wie bisher aus Funden belegt, nutzten sie dieses aber nur in Anwendungen, die keine Lasten zuließen, so für das Räderwerk zur Darstellung ihres Kalenders und für <a href="Spielzeug" title="Spielzeug">Spielzeug</a> (Beispiel im <a href="Ethnologisches_Museum" title="Ethnologisches Museum">Ethnologischen</a> <a href="Museum" title="Museum">Museum</a> <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>). Schon in <a href="Pr%C3%A4kolumbisch" title="Präkolumbisch">präkolumbischer</a> Zeit benutzten sie Räder, sogar Zahnräder, in mehr oder weniger <a href="Feinmechanik" title="Feinmechanik">feinmechanischen Geräten</a>. Gebrauchsfähige Wagen sind aber in den <a href="Altamerikanistik" title="Altamerikanistik">altamerikanischen</a> Kulturen bislang nicht nachgewiesen. Dies beruht höchstwahrscheinlich auf dem Mangel an geeigneten <a href="Zugtier" title="Zugtier">Zugtieren</a> (<a href="Hauspferd" title="Hauspferd">Pferde</a>, <a href="Ochse" title="Ochse">Ochsen</a>, <a href="Hausesel" title="Hausesel">Esel</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Materialien">Materialien</h2></div>

<p>Als Material wurde jahrtausendelang nur <a href="Holz" title="Holz">Holz</a> verwendet. Die ersten Speichenräder hatten bronzene Speichen, im weiteren Verlauf der Bronzezeit und danach überwogen hölzerne Speichenräder, an denen nur die auf der Achse reibende Innenfläche der Radnabe und die äußere Lauffläche der Felge mit Metall beschlagen war. Fortschritte in der <a href="Metallurgie" title="Metallurgie">Metallurgie</a> hin zu immer beständigeren Metallen fanden dann auch hier Verwendung. Erst mit der Erfindung der <a href="Dampfmaschine" title="Dampfmaschine">Dampfmaschine</a> und des <a href="Verbrennungsmotor" title="Verbrennungsmotor">Verbrennungsmotors</a>, die höhere Transportleistungen und Geschwindigkeiten ermöglichten, wurden die Räder vollkommen in <a href="Eisen" title="Eisen">Eisen</a>, später aus <a href="Stahlblech" class="mw-redirect" title="Stahlblech">Stahlblech</a> zusammengeschweißt als <a href="Autofelge" title="Autofelge">Felge</a> ausgeführt. Die geschmierten Nabenhülsen wurden durch <a href="W%C3%A4lzlager" title="Wälzlager">Wälzlager</a> ersetzt. Räder für geringe Belastungen wurden in Leichtbauweise mit <a href="Draht" title="Draht">Drahtspeichen</a> versehen, die vorgespannt und auf Zug belastet werden.
</p><p>Die Ausbildung der Räder wurde immer auf die zu befahrende Oberfläche (erst später Wege und Straßen) abgestimmt, bzw. die Oberfläche entsprechend den erhöhten Anforderungen verbessert. So entstanden:
</p>
<ul><li>Stahlreif auf Holzkranz für Räder von <a href="Schubkarre" title="Schubkarre">Schubkarren</a>, zwei- oder vierrädrige Wagen, <a href="Fuhrwerk" title="Fuhrwerk">Fuhrwerke</a> oder <a href="Kutsche" title="Kutsche">Kutschen</a> auf <a href="Acker" title="Acker">Acker</a>, Feld- bzw. Bohlenwege oder Pflasterstraßen oder der <a href="Geschichte_des_elektrischen_Antriebs_von_Schienenfahrzeugen#Frühe_elektrische_Betriebe_in_Deutschland" title="Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen">ersten kommerziell betriebenen elektrischen</a> <a href="Stra%C3%9Fenbahn" title="Straßenbahn">Straßenbahn</a> der <a href="Frankfurt-Offenbacher_Trambahn-Gesellschaft" title="Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft">FOTG</a> in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a> auf <a href="Schiene_(Schienenverkehr)" class="mw-redirect" title="Schiene (Schienenverkehr)">Schienen</a></li>
<li><a href="Hartgummi" class="mw-redirect" title="Hartgummi">Hartgummireif</a> auf Holz- oder Gusseisenkranz für die ersten <a href="Kraftfahrzeug" title="Kraftfahrzeug">Kraftfahrzeuge</a>, länger auch noch für die <a href="Lastkraftwagen" title="Lastkraftwagen">Lastkraftwagen</a> auf Pflasterstraßen</li>
<li><a href="Luftreifen" class="mw-redirect" title="Luftreifen">Luftreifen</a> auf Felge für <a href="Stra%C3%9Fenfahrzeug" title="Straßenfahrzeug">Straßenfahrzeuge</a> und <a href="Flugzeug" title="Flugzeug">Flugzeuge</a> auf <a href="Asphalt" title="Asphalt">Asphalt</a>- oder <a href="Beton" title="Beton">Betonstraßen</a>.</li></ul>
<p>Spezielle Entwicklungen des Rades für andere Transportmittel als Straßenfahrzeuge sind:
</p>
<ul><li>das <a href="Eisenbahnrad" title="Eisenbahnrad">Eisenbahnrad</a> mit stählernen Reifen und <a href="Spurkranz" title="Spurkranz">Spurkränzen</a>, auch bei <a href="Kran" title="Kran">Kränen</a> und <a href="Rolltreppe" title="Rolltreppe">Rolltreppen</a></li>
<li>die Seilrollen bzw. -räder zur Unterstützung des endlosen <a href="Zugseil" title="Zugseil">Zugseiles</a> bei <a href="Seilbahn" title="Seilbahn">Seilbahnen</a> und <a href="Sessellift" class="mw-redirect" title="Sessellift">Sessel- bzw. Skiliften</a>.</li></ul>
<p>Heute werden Hartgummireifen auf Stahlrädern als <a href="St%C3%BCtzrad" title="Stützrad">Stützräder</a> z.&nbsp;B. für <a href="Kettenfahrzeug" title="Kettenfahrzeug">Kettenfahrzeuge</a>, für <a href="Karussell" title="Karussell">Karusselle</a>, für Seilbahnen und Sessellifte oder bei Industriefahrzeugen wie dem <a href="Gabelstapler" title="Gabelstapler">Gabelstapler</a> verwendet.
</p><p>Kunststoffräder mit oder ohne Metallnabe oder <a href="W%C3%A4lzlager" title="Wälzlager">Wälzlager</a>, oft ohne Gummireifen, gibt es für fahrbare <a href="Tisch" title="Tisch">Tische</a>, <a href="Ger%C3%BCst" title="Gerüst">Gerüste</a>, <a href="Leiter_(Ger%C3%A4t)" title="Leiter (Gerät)">Leitern</a> (auch oben), <a href="M%C3%B6bel" title="Möbel">Möbel</a>, <a href="Hubwagen" title="Hubwagen">Hubwagen</a> für <a href="Europoolpalette" class="mw-redirect" title="Europoolpalette">Euro-Paletten</a> und <a href="Einkaufswagen" title="Einkaufswagen">Einkaufswagen</a> (auch mit Stegen zum Verkrallen auf <a href="Fahrsteig" title="Fahrsteig">Rollsteigen</a>).
</p><p>Meist präzise aus <a href="Kunststoff" title="Kunststoff">Kunststoff</a> gefertigte Räder dienen in der <a href="Feinmechanik" title="Feinmechanik">Feinmechanik</a> zur <a href="Kraft%C3%BCbertragung" title="Kraftübertragung">Kraftübertragung</a> etwa auch auf Schalter.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="System_Rad_und_Achse">System Rad und Achse</h2></div>
<p>Das System Rad und Achse wird vor allem für <a href="Verkehrsmittel" title="Verkehrsmittel">Transportmittel</a> angewandt; zum einen an <a href="Fahrzeug" title="Fahrzeug">Fahrzeugen</a>, zum anderen als Kraftumlenkung an <a href="Hebezeug" title="Hebezeug">Hebezeugen</a>. Achsen dienen zum Tragen von Lasten und werden deshalb hauptsächlich auf <a href="Biegung_(Mechanik)" title="Biegung (Mechanik)">Biegung</a> beansprucht; Wellen übertragen <a href="Drehmoment" title="Drehmoment">Drehmomente</a> und werden deshalb hauptsächlich auf Verdrehung (<a href="Torsion_(Mechanik)" title="Torsion (Mechanik)">Torsion</a>) beansprucht.
</p><p><span id="R.C3.A4der_f.C3.BCr_Fahrzeuge"></span><span id="Räder_für_Fahrzeuge"></span> <b>Räder für Fahrzeuge</b>
</p>




<p>Werden Räder mit Hilfe von <a href="Lager_(Maschinenelement)" title="Lager (Maschinenelement)">Lagern</a> rotierend auf Achsen – heute meist nur auf Achszapfen – eines Fahrzeugs montiert, so wird damit im Vergleich zum Schleifen des zu transportierenden Gegenstandes über eine zurückzulegende Strecke eine wesentliche Verminderung der <a href="Reibung" title="Reibung">Reibungskräfte</a> und damit ein Energie sparender Transport von schweren Gütern bzw. eine schnelle Fortbewegung von <a href="G%C3%BCterverkehr" title="Güterverkehr">Gütern</a> und <a href="Personenverkehr" title="Personenverkehr">Personen</a>, primär auf relativ ebenen <a href="Trasse_(Verkehrsweg)" title="Trasse (Verkehrsweg)">Trassen</a>, erzielt.
</p><p>Zum Vergleich: Um eine <a href="Stahl" title="Stahl">Stahlplatte</a> von 100&nbsp;kg Masse über eine Strecke von zehn Meter zu schleifen bzw. zu fahren, ist jeweils die folgende Arbeit (entsprechend Kraft mal Weg) zu leisten: Die jeweilig auftretende Reibkraft ergibt sich aus der Normalkraft (entsprechend der Masse mal der Erdbeschleunigung) multipliziert mit dem <a href="Reibungskoeffizient" title="Reibungskoeffizient">Reibbeiwert</a>. Der Reibbeiwert für eine Kombination von <i>Stahl auf rauer Oberfläche</i> beträgt 0,5, der für <i>Stahl auf Stahl (glatt)</i> 0,1. Beim Schleifen wirkt die Reibungskraft am rauen Boden die ganze Zehn-Meter-Strecke weit, somit ergibt sich die Arbeit W<sub>s</sub> zu
</p><p><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle W_{\mathrm {s} }=100\,\mathrm {kg} \cdot 9{,}81{\frac {\mathrm {N} }{\mathrm {kg} }}\cdot 0{,}5\cdot 10\,\mathrm {m} =4905\,\mathrm {J} }">
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</p><p>Beim Fahren mit Rädern vom <a href="Durchmesser" title="Durchmesser">Durchmesser</a> 1000 mm und Achsdurchmesser 50&nbsp;mm reduziert sich der Weg der Stahlnabe, die sich an der Stahlachse reibt, im Verhältnis der Durchmesser und somit ergibt sich die Arbeit W<sub>f</sub> zu
</p><p><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle W_{\mathrm {f} }=100\,\mathrm {kg} \cdot 9{,}81{\frac {\mathrm {N} }{\mathrm {kg} }}\cdot 0{,}1\cdot {\frac {50\,\mathrm {mm} }{1000\,\mathrm {mm} }}\cdot 10\,\mathrm {m} =49{,}05\,\mathrm {J} }">
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</p><p>(zur <a href="Dimensionsbetrachtung" title="Dimensionsbetrachtung">Dimensionsbetrachtung</a>: ein Newtonmeter ist äquivalent zu einem Joule)
</p><p>Selbst wenn wir die zusätzliche Arbeit, die auf Grund der Masse des Wagens und des Rollwiderstandes der Räder am Boden zu leisten ist, in der Größenordnung der Arbeit W<sub>f</sub> selbst annehmen und addieren, ist die Einsparung an Energie (Arbeit) enorm.
</p><p>Bei hohen Geschwindigkeiten ist eine weitere Eigenschaft des Rades entscheidend: Der <a href="Gyroskopischer_Effekt" title="Gyroskopischer Effekt">gyroskopische Effekt</a> bewirkt, dass das Rad sich wie ein Kreisel stabil um seine Achse dreht und dem Fahrzeug dadurch zu einem stabilen Geradeauslauf verhilft.
</p>

<p>Beispiele dafür:
</p>
<ul><li>freihändiges Radfahren</li>
<li>Würden die Räder „eiern“, würden wir im Fahrzeug ziemlich durcheinander geschüttelt.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sonderfälle"><span id="Sonderf.C3.A4lle"></span>Sonderfälle</h2></div>
<p>Das Abrollen des <a href="Feuerrad" title="Feuerrad">Feuerrades</a> von einem Berg oder Hügel ist ein <a href="Brauchtum" class="mw-redirect" title="Brauchtum">Volksbrauch</a>, der noch heute zu Weihnachten, Neujahr, Karneval, Ostern oder Pfingsten von Gemeinden, unter anderem im <a href="Friaul" title="Friaul">Friaul</a>, <a href="Odenwald" title="Odenwald">Odenwald</a>, <a href="Sauerland" title="Sauerland">Sauerland</a>, <a href="Spessart" title="Spessart">Spessart</a>, <a href="Kanton_Tessin" title="Kanton Tessin">Tessin</a>, <a href="Tirol" title="Tirol">Tirol</a> und im <a href="Weserbergland" title="Weserbergland">Weserbergland</a> gepflegt wird.
Zum Abrollen des Feuerrades wird zuvor ein mannshohes Rad mit Stroh an den Seiten gestopft. Bei Dunkelheit wird das Stroh entzündet und das Rad, von den jungen Männern des Dorfes an zwei Birkenstämmen geführt, einen Hügel hinuntergerollt.
Es wird angenommen, dass das Feuerrad in vorchristlichen Zeiten ein Frühlingsbrauch zum <a href="%C3%84quinoktium" title="Äquinoktium">Äquinoktium</a> gewesen ist, der sich nach der Christianisierung in die Verbindung mit der Fastenzeit in <a href="S%C3%BCdwestdeutschland" title="Südwestdeutschland">Südwestdeutschland</a> und mit der Osterzeit im nördlichen Deutschland aufspaltete. Auf ein solches Fest zum Frühlingsäquinoktium weist auch die Chronik des <a href="Kloster_Lorsch" title="Kloster Lorsch">Klosters Lorsch</a> hin. Am 21.&nbsp;März 1090, also genau zum Termin der <a href="Tagundnachtgleiche" class="mw-redirect" title="Tagundnachtgleiche">Tagundnachtgleiche</a>, wurden durch einen solchen <a href="Feuerbrauch" class="mw-redirect" title="Feuerbrauch">Feuerbrauch</a> Brände in großen Teilen des Klostergebäudes ausgelöst.
</p><p>In <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a> wurden Fahrzeuge mit <a href="Oval_(Geometrie)" class="mw-redirect" title="Oval (Geometrie)">ovalen</a> Rädern ausgerüstet, um zum Vergnügen der Mitfahrer diese eine Berg- und Talfahrt erleben zu lassen. Solche Erlebnisfahrt boten bei uns noch Jahrmärkte in den <a href="1920er" title="1920er">1920er</a> Jahren, heute bieten uns diese noch manche <a href="Karussell" title="Karussell">Karusselle</a>.
</p><p>Elliptisches <a href="Zahnrad" title="Zahnrad">Zahnrad</a>: Werden zwei gleiche elliptische Zahnräder kombiniert, so bleibt der Achsabstand im Betrieb konstant. Die Räder drehen um einen der beiden <a href="Ellipse" title="Ellipse">Brennpunkte</a> der Ellipsen. Das Übersetzungsverhältnis variiert über eine Umdrehung um den Mittelwert <b>i</b>=1. Ist nur ein Rad elliptisch, so muss ein Rad auf einer Schwingachse montiert sein. Verwendet werden solche Zahnräder zum Beispiel in <a href="Webmaschine" title="Webmaschine">Webmaschinen</a>. In den 1980er und 1990er Jahren hatten manche Fahrräder ein elliptisches <a href="Kettenblatt" title="Kettenblatt">Kettenblatt</a> (<i><a href="Shimano_Biopace" title="Shimano Biopace">Biopace</a></i>).
</p><p>Ein weiterer Sonderfall, der nicht der Fortbewegung dient, ist das <a href="Riesenrad" title="Riesenrad">Riesenrad</a>, ein <a href="Fahrgesch%C3%A4ft" title="Fahrgeschäft">Fahrgeschäft</a> auf <a href="Jahrmarkt" title="Jahrmarkt">Jahrmärkten</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Räder_für_die_Kraftumlenkung"><span id="R.C3.A4der_f.C3.BCr_die_Kraftumlenkung"></span>Räder für die Kraftumlenkung</h2></div>
<p>Um Kräfte an <a href="Hanf" title="Hanf">Hanf</a>- oder Drahtseilen angreifend umzulenken, werden Räder, bei diesen Anwendungen oftmals Rollen genannt, stationär auf Achsen installiert. Der Radkranz ist hier mit einer umlaufenden <a href="Nut_(Fertigungstechnik)" class="mw-redirect" title="Nut (Fertigungstechnik)">Nut</a> versehen, um dem Seil Führung zu geben.
</p><p>Beispiele sind:
</p>
<ul><li>die Maurerrolle, wie man sie an kleinen <a href="Baustelle" title="Baustelle">Baustellen</a> sieht, wo eine Hilfskraft eimerweise Material händisch nach oben zieht</li>
<li>Förderräder an <a href="F%C3%B6rderturm" class="mw-redirect" title="Förderturm">Fördertürmen</a> bei <a href="Schacht_(Bergbau)" title="Schacht (Bergbau)">Schachtanlagen</a> des <a href="Bergbau" title="Bergbau">Bergbaus</a></li>
<li>Räder an <a href="Aufzugsanlage" title="Aufzugsanlage">Aufzugsanlagen</a></li>
<li>der <a href="Flaschenzug" title="Flaschenzug">Flaschenzug</a>, bei dem sowohl Rollen an stationären, sogenannten Flaschen installiert sind, als auch an beweglichen, wobei ein durchgehendes Seil so um zugehörige Paare von Rollen an den beiden Flaschen gelegt wird, dass sie entsprechend den <a href="Hebelgesetz" class="mw-redirect" title="Hebelgesetz">Hebelgesetzen</a> über einen langen Seilzugweg größere Lasten über kürzere Strecken heben.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="System_Rad_und_Welle_(Radsatz)"><span id="System_Rad_und_Welle_.28Radsatz.29"></span>System Rad und Welle (Radsatz)</h2></div>

<p>Wird die Nabe des Rades fest auf einer gelagerten Welle installiert – siehe <a href="Welle-Nabe-Verbindung" title="Welle-Nabe-Verbindung">Welle-Nabe-Verbindung</a> –, kann es der Übertragung von Drehmomenten dienen bzw. Antriebskräfte entlang eines Weges übertragen. Für diesen Zweck wurden die Bestandteile des Rades zu verschiedensten Formen abgewandelt. Auch kann das Rad als <a href="Energiespeicher" title="Energiespeicher">Energiespeicher</a> eingesetzt werden (<a href="Schwungrad" title="Schwungrad">Schwungrad</a>).
</p>
<dl><dt>Radsätze von Schienenfahrzeugen</dt></dl>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Radsatz" title="Radsatz">Radsatz</a></i></div>
<p><a href="Schienenfahrzeug" title="Schienenfahrzeug">Schienenfahrzeuge</a> fahren meist auf <a href="Radsatz" title="Radsatz">Radsätzen</a>, also auf durch eine <a href="Achse_(Technik)" class="mw-redirect" title="Achse (Technik)">Achse</a> fest verbundenen Rädern. Diese Konstruktion ermöglicht die Benutzung größerer und robusterer Radlager und führt in Kombination mit <a href="%C3%84quivalente_Konizit%C3%A4t" title="Äquivalente Konizität">konischen Laufflächen</a> zum <a href="Sinuslauf" title="Sinuslauf">Sinuslauf</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Überträger_von_Drehmomenten"><span id=".C3.9Cbertr.C3.A4ger_von_Drehmomenten"></span>Überträger von Drehmomenten</h2></div>
<p>Zum Übertragen von <a href="Drehmoment" title="Drehmoment">Drehmomenten</a> wird der Radkranz entsprechend der Antriebsart gestaltet:
</p>
<ul><li>mit aufgezogenem <a href="Reifen" title="Reifen">Reifen</a> aus Metall, <a href="Gummi" title="Gummi">Gummi</a> oder Kunststoff an Laufrädern, etwa an Fahrzeugen</li>
<li><a href="W%C3%A4lzk%C3%B6rpergetriebe#Reibradgetriebe" title="Wälzkörpergetriebe">Reibrad</a></li>
<li>Riemenscheibe oder -triebrad bei <a href="Transmission_(Maschinenbau)" title="Transmission (Maschinenbau)">Transmissionswellen</a></li>
<li>Seilrollen/-rädern</li>
<li><a href="Zahnrad" title="Zahnrad">Zahnrad</a> bei z.&nbsp;B. <a href="Getriebe" title="Getriebe">Getrieben</a>, <a href="Uhrwerk" title="Uhrwerk">Uhrwerken</a> (<a href="Chronometer" title="Chronometer">Chronometer</a>, <a href="Astronomische_Uhr" title="Astronomische Uhr">Astronomische Uhren</a>), mechanischen <a href="Rechenmaschine" title="Rechenmaschine">Rechenmaschinen</a>, <a href="Z%C3%A4hlwerk" title="Zählwerk">Zählwerken</a> wie bei <a href="Gasuhr" class="mw-redirect" title="Gasuhr">Gasuhr</a> und <a href="Wasseruhr" title="Wasseruhr">Wasseruhren</a></li>
<li>Kettenrad</li></ul>
<p>Zusammengehörige Reib- oder Zahnräder drehen die Drehrichtung um. Bei Riementrieben geschieht das durch um 180° verdrehte Riemen; um 90° gedrehte Riemen ermöglichen eine Drehung der Rotationsebene aus der horizontalen in die vertikale. Durch Vergrößerung bzw. Verkleinerung des angetriebenen Rades, im Vergleich zum antreibenden, können die Winkelgeschwindigkeiten und entsprechend den Hebelgesetzen die Drehmomente der Funktion angepasst werden.
</p><p>Besonders bei Zahnrädern wurden Verbesserungen bei <a href="Wirkungsgrad" title="Wirkungsgrad">Wirkungsgrad</a>, <a href="Verbindungstechnik" title="Verbindungstechnik">Formschluss</a> und <a href="Verschlei%C3%9Ffestigkeit" title="Verschleißfestigkeit">Verschleißfestigkeit</a> bei den Ausführungen in Abhängigkeit von den zu den jeweiligen Zeiten gegebenen Werkstoffen und Verarbeitungsmöglichkeiten ersonnen:
</p>
<ul><li>in Holz mit Holzzapfen <i>(<a href="Kammrad" title="Kammrad">Kammrad</a>)</i> seitlich am Radkranz versehen als <a href="Kronenrad" title="Kronenrad">Kronrad</a> oder bei großen Kräften mit zwei Rädern als Käfigrad, mit Zapfen außen am Radkranz als Stirnrad</li>
<li>in Metall mit verschiedenen ausgeführten Zähnen entsprechend der Lage der Wellen zueinander als Stirn-, Kegel-, Schrauben- oder Schneckenrad.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Rad_in_Arbeitsmaschinen">Das Rad in Arbeitsmaschinen</h3></div>

<p>Zur Abgabe von Kräften an zu bearbeitende Materialien und Medien (<a href="Fl%C3%BCssigkeit" title="Flüssigkeit">Flüssigkeiten</a>, <a href="Dampf" title="Dampf">Dämpfe</a>, <a href="Gas" title="Gas">Gase</a>) werden die Radteile mannigfaltig abgeändert und ergänzt, so als:
</p>
<ul><li>Töpferscheibe mit Fußantriebsrad zur Verformung des Tons</li>
<li><a href="Sch%C3%B6pfrad" title="Schöpfrad">Schöpfrad</a> zum Anheben des Wasserspiegels bzw. zur Bewässerung in seiner frühesten Form z.&nbsp;B. als Rad mit Zapfen, an denen Tonkrüge angebunden wurden</li>
<li><a href="Wasserrad" title="Wasserrad">Wasserrad</a>, welches durch <a href="Wasserkraft" title="Wasserkraft">Wasserkraft</a> mit Hilfe von Schaufeln oder Zellen in <a href="Rotation_(Physik)" title="Rotation (Physik)">Rotation</a> versetzt wird, um <a href="Wasserm%C3%BChle" title="Wassermühle">Wassermühlen</a> aller Art anzutreiben oder auch <a href="%C3%96lm%C3%BChle" title="Ölmühle">Ölmühlen</a>, <a href="Walkm%C3%BChle" title="Walkmühle">Walkmühlen</a>, <a href="S%C3%A4gewerk" title="Sägewerk">Sägemühlen</a>, <a href="Eisenhammer" title="Eisenhammer">Hammerwerke</a> und <a href="Schleifen_(Fertigungsverfahren)" title="Schleifen (Fertigungsverfahren)">Schleifmühlen</a></li>
<li><a href="Riemengetriebe" title="Riemengetriebe">riemenradgetriebene</a> Drechsel- bzw. <a href="Drehbank" title="Drehbank">Drehbank</a> oder <a href="Bohrmaschine" title="Bohrmaschine">Bohrmaschine</a>, später mit <a href="Elektromotor" title="Elektromotor">E-Motor</a> über Getriebe angetrieben</li>
<li><a href="Raddampfer#Schaufelrad" title="Raddampfer">Schaufelrad</a> bei <a href="Dampfer" class="mw-redirect" title="Dampfer">Dampfern</a>, d.&nbsp;h. als Doppelrad mit Schaufeln/Paddeln an den Radkränzen</li>
<li>Laufrad von <a href="Gebl%C3%A4se" class="mw-redirect" title="Gebläse">Gebläsen</a>, <a href="Kreiselpumpe" title="Kreiselpumpe">Kreiselpumpen</a> oder <a href="Turbokompressor" title="Turbokompressor">Radialverdichtern</a>, d.&nbsp;h. ursprünglich als Rad mit gekrümmten Schaufeln auf der Radscheibe, mit oder ohne Laufkranz</li>
<li>Laufrad von <a href="Turbokompressor" title="Turbokompressor">Axialverdichtern</a>, deren auf Naben sitzende Schaufeln aus flügelprofilierten Speichen mit oder ohne Radkranz bestehen</li>
<li><a href="Propeller" title="Propeller">Propeller</a> zum Vortrieb oder Rühren – sind rudimentäre, hochspezialisierte Ausführungen des Rades</li>
<li>Antriebsräder für die endlosen Seile von Seil- und Gondelbahnen, von Sessel- und Skiliften</li>
<li><a href="Zentrifuge" title="Zentrifuge">Zentrifugen</a> zur Trennung von <a href="Substanz" title="Substanz">Substanzen</a> sind auf einer vertikalen Achse rotierende Räder.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Das_Rad_zur_Drehmomenterzeugung_in_Kraftmaschinen">Das Rad zur Drehmomenterzeugung in Kraftmaschinen</h3></div>

<p>Zur Krafterzeugung und -abgabe durch Menschen, Tiere und Medien wie beim
</p>
<ul><li>einfachsten, dem <a href="Handrad#Lenk-_oder_Steuerrad" title="Handrad">Steuerrad</a>, dem <a href="Lenkrad" title="Lenkrad">Lenkrad</a></li>
<li>Tretrad der <a href="Tretm%C3%BChle" title="Tretmühle">Tretmühle</a> hauptsächlich für Verlade- und Baukräne</li>
<li><a href="Sch%C3%B6pfrad" title="Schöpfrad">Schöpfrad</a> als Doppelrad mit Trögen zwischen den Radkränzen</li>
<li>Windrad z.&nbsp;B. im <a href="Mittelmeerraum" title="Mittelmeerraum">Mittelmeerraum</a> als Speichenrad mit Dreieckssegeln an den Speichen und einem Seil quasi als Radkranz (eindrucksvoll auf alten Fotos vom Tal der <a href="Windm%C3%BChle" title="Windmühle">Windmühlen</a> auf <a href="Kreta" title="Kreta">Kreta</a>)</li>
<li>langsam laufenden Windrad als Rad, dessen Speichen als Flügelprofil ausgebildet sind und der Radkranz als stabilisierendes Element gegen Schwingungen weiter innen im Flügel angebracht wird: z.&nbsp;B. zum <a href="Wasserpumpe" title="Wasserpumpe">Wasserpumpen</a> auf <a href="Mallorca" title="Mallorca">Mallorca</a>, in der Ebene östlich von <a href="Palma" title="Palma">Palma</a>, oder auf den weitläufigen Viehweiden im <a href="Mittlerer_Westen" title="Mittlerer Westen">Mittleren Westen</a> <a href="Amerika" title="Amerika">Amerikas</a></li>
<li>Laufrad von <a href="Turbine" title="Turbine">Dampf- und Gasturbinen</a>, dessen auf der Naben sitzende Schaufeln aus flügelprofilierten Speichen mit oder ohne Radkranz bestehen</li>
<li>Leit- und Laufrad einer <a href="Str%C3%B6mungsmaschine" title="Strömungsmaschine">Strömungsmaschine</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Funktion_als_Energiespeicher">Funktion als Energiespeicher</h3></div>


<p>Als Energiespeicher (<a href="Schwungrad" title="Schwungrad">Schwungrad</a>, <a href="Rotationsenergie" title="Rotationsenergie">Rotationsenergiespeicher</a>) wird das Rad entsprechend der aufzunehmenden Energie mit genügend großer Masse ausgeführt. Es wird bei Maschinen, welche hin- und hergehende Bewegungen in rotierende Bewegungen umwandeln, verwendet, um Drehmomentschwankungen auszugleichen. Schwungräder verhindern, dass solche Maschinen auf Grund eines <a href="Totpunkt" title="Totpunkt">Totpunktes</a> oder zeitweise fehlender Antriebskraft zum Stillstand kommen.
</p><p>Anwendungen:
</p>
<ul><li>Schwungrad an fußbetriebenen Antrieben wie zum Beispiel bei <a href="T%C3%B6pferscheibe" title="Töpferscheibe">Töpferscheibe</a>, <a href="Spinnrad" title="Spinnrad">Spinnrad</a> oder <a href="N%C3%A4hmaschine" title="Nähmaschine">Nähmaschine</a></li>
<li>Schwungrad an <a href="Dampfmaschine" title="Dampfmaschine">Dampfmaschinen</a> oder <a href="Verbrennungsmotor" title="Verbrennungsmotor">Verbrennungsmotoren</a></li>
<li>Energiespeicher für Antriebsenergie von Fahrzeugen, wie zum Beispiel beim <a href="Gyrobus" title="Gyrobus">Gyrobus</a>, <a href="Friktionsmotor" title="Friktionsmotor">Friktionsmotor</a> von Spielzeug, mechanische <a href="KERS" class="mw-redirect" title="KERS">KERS</a> bei <a href="Rennwagen" title="Rennwagen">Rennwagen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Allseitenrad" title="Allseitenrad">Allseitenrad</a> (Omniwheel)</li>
<li><a href="Castor-Rad" class="mw-redirect" title="Castor-Rad">Castor-Rad</a></li>
<li><a href="Eisenbahnrad" title="Eisenbahnrad">Eisenbahnrad</a>: <a href="Spurkranz" title="Spurkranz">Spurkranz</a></li>
<li><a href="Reifen" title="Reifen">Reifen</a> (<a href="Sommerreifen" class="mw-redirect" title="Sommerreifen">Sommerreifen</a>, <a href="Winterreifen" class="mw-redirect" title="Winterreifen">Winterreifen</a>, <a href="Ganzjahresreifen" class="mw-redirect" title="Ganzjahresreifen">Ganzjahresreifen</a>) <a href="Fahrradbereifung" title="Fahrradbereifung">Fahrradbereifung</a></li>
<li><a href="Flagellum" title="Flagellum">Flagellum</a>: Auch die Natur beherrscht die dauerhafte Rotationsbewegung in einem (passgenauen) Lager. <i>Die Flagellenmechanik stellt das bisher einzig bekannte echt rotierende Gelenk in der gesamten Biologie dar.</i></li>
<li><a href="Verkehrsgeschichte_in_der_Vor-_und_Fr%C3%BChgeschichte" class="mw-redirect" title="Verkehrsgeschichte in der Vor- und Frühgeschichte">Verkehrsgeschichte in der Vor- und Frühgeschichte</a></li>
<li><a href="Mecanum-Rad" title="Mecanum-Rad">Mecanum-Rad</a></li>
<li><a href="Rollersatzmasse" title="Rollersatzmasse">Rollersatzmasse</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Trivia">Trivia</h2></div>
<p>John Keogh aus Hawthorn, Victoria (Australien), meldete das Rad 2001 zum australischen <a href="Innovationspatent" title="Innovationspatent">Innovationspatent</a> an, wobei Innovationspatente nur registriert und nur auf Antrag geprüft werden.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er und das australische Patentamt, das ihm das Innovationspatent #2001100012 ausstellte, erhielten dafür den satirischen <a href="Ig-Nobelpreis" title="Ig-Nobelpreis">Ig-Nobelpreis</a> für Technik 2001.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>M. Fansa, S. Burmeister (Hrsg.): <i>Rad und Wagen. Der Ursprung einer Innovation. Wagen im Vorderen Orient und Europa. Katalog-Handbuch zur Ausstellung, Oldenburg, Landesmuseum für Natur und Mensch, 27.3.–11.7.2004</i>. Philipp von Zabern, Darmstadt 2004, ISBN 3-8053-3322-6.</li>
<li><a href="Harald_Haarmann" title="Harald Haarmann">Harald Haarmann</a>: <i>Die Erfindung des Rades. Als die Weltgeschichte ins Rollen kam.</i> C. H. Beck, München 2023, ISBN 9783 40679 727 9.</li>
<li>Hans J.J.G. Holm: <i>Die ältesten Räder der Welt – von den Indogermanen erfunden oder nur bei ihrer Ausbreitung benutzt? Neueste archäologische und sprach-wissenschaftliche Ergebnisse.</i> Inspiration Unlimited 2024. ISBN 978-3-945127-54-4.</li>
<li>Joachim Köninger (Hrsg.): <i>Schleife, Schlitten, Rad und Wagen.</i> (<i>Hemmenhofener Skripte.</i> Band 3). Janus-Verlag, Freiburg i. Br. 2002, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/987282387">987282387</a></span></li>
<li>Veronika R. Meyer, Marcel Halbeisen: <i>Nur scheinbar ein Paradox: Warum gibt es in der Natur keine Räder?</i> In: <i>Biologie in unserer Zeit.</i> Band 36, Nr. 2, 2006, S. 120–123, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220045-205X%22&amp;key=cql">0045-205X</a></span></span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wheels?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Räder</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Rad" class="extiw external" title="wikt:Rad">Wiktionary: Rad</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Rad" class="extiw external" title="q:Rad">Wikiquote: Rad</a></b>&nbsp;– Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stonepages.de/db/stone.php?rcrd=25&amp;menu=Museum">Experimente zum Transport von Hünensteinen</a> (zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2012)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.hochgeschwindigkeitszüge.de/news_infos/index_infos_zum_hgv.htm">Informationen zu Hochgeschwindigkeitszügen, zu Spurkränzen siehe „Problem hoher Verschleiß“</a> (zuletzt abgerufen am 19. Dezember 2012) (private Seite)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Robert Forrer: <cite style="font-style:italic">Drei primitive Wagenräder im Bernischen Historischen Museum und ihre prähistorischen Vorläufer</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Jahrbuch des Bernischen Historischen Museums</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>13</span>. Bern 1933, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>16–27</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hmb-002%3A1933%3A13%3A%3A32">e-periodica.ch</a> [abgerufen am 11.&nbsp;Januar 2026]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rad&amp;rft.atitle=Drei+primitive+Wagenr%C3%A4der+im+Bernischen+Historischen+Museum+und+ihre+pr%C3%A4historischen+Vorl%C3%A4ufer&amp;rft.au=Robert+Forrer&amp;rft.btitle=Jahrbuch+des+Bernischen+Historischen+Museums&amp;rft.date=1933&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=16-27&amp;rft.place=Bern&amp;rft.volume=13" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dam.destination.one/605355/6b920a0ee9bca3bccb3cb9421ae21390b4f67fa6eb6feed420eddc56100a5f97/flyer-museum-achse-rad-und-wagen.pdf"><i>5.500 Jahre Kultur- und Technikgeschichte – Museum Achse, Rad und Wagen (PDF).</i></a> In: <i>destination.one.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 11.&nbsp;Januar 2026</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ARad&amp;rft.title=5.500+Jahre+Kultur-+und+Technikgeschichte+%E2%80%93+Museum+Achse%2C+Rad+und+Wagen+%28PDF%29&amp;rft.description=5.500+Jahre+Kultur-+und+Technikgeschichte+%E2%80%93+Museum+Achse%2C+Rad+und+Wagen+%28PDF%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fdam.destination.one%2F605355%2F6b920a0ee9bca3bccb3cb9421ae21390b4f67fa6eb6feed420eddc56100a5f97%2Fflyer-museum-achse-rad-und-wagen.pdf">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans J.J.G. Holm: Die ältesten Räder der Welt – von den Indogermanen erfunden oder nur bei ihrer Ausbreitung benutzt? Neueste archäologische und sprachwissenschaftliche Ergebnisse. Inspiration Unlimited 2024. ISBN 978-3-945127-54-4.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans J.J.G. Holm: Die ältesten Räder der Welt – von den Indogermanen erfunden oder nur bei ihrer Ausbreitung benutzt? Neueste archäologische und sprach-wissenschaftliche Ergebnisse. Inspiration Unlimited 2024. ISBN 978-3-945127-54-4.</span>
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</li>
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<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4176761-5">4176761-5</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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